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  • Muntere Geschichten für müde Menschen

Martha Gellhorn
Muntere Geschichten für müde Menschen

  • Novellen
    Mit einem Nachwort von Hans Jürgen Balmes
    Aus dem Amerikanischen von Miriam Mandelkow
    Deutsche Erstausgabe
    Originaltitel: Pretty Tales for Tired People
    260 Seiten. Duo-Leinen mit Leseband.

    € [D] 22.00 / € [A] 22.60 / SFr. 26.50 (UVP)

    ISBN 9783908777441

    3. Auflage

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778080
    € 9.99

    Rezensionen zum Buch bei
    lovelybooks.de


  • Wie die Lüge ins Leben dringt


  • Inhalt
    Inhalt

    Mrs. Lingard ist ein altmodischer Mensch: »Sie nimmt Freundschaften ernst.« Und so hilft sie unermüdlich ihren Freunden, Claud Roylands jedoch kann sie nicht vor seinem Liebesglück bewahren.

    Theodore erklimmt mühelos die Karriereleitern von Paris, London und New York. Sein Herz aus Eis schmilzt erst, als er in Anne Farleigh seine Schneekönigin findet.

    Mrs. Hapgood bekämpft ihren Ehekummer mit Wein und exzessiven Einkäufen. Auch die selbstauferlegte Ausbildung zum »leichten Mädchen« führt sie nicht ins Glück. Doch Rettung naht - wenngleich von unerwarteter Seite - aus der staubigen Tiefe des Bücherschranks.

  • Biogramm
    Martha Gellhorn

    wurde am 8. November 1908 in St. Louis geboren. Sie studierte in Bryn Mawr, ging 1930 nach Paris. 1937 folgte sie Ernest Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis zum Ende des Kalten Krieges war sie bei jedem wichtigen internationalen Konflikt an vorderster Front dabei, um als Kriegsreporterin darüber zu berichten. Martha Gellhorn starb auf eigenen Wunsch am 15. Februar 1998 im Alter von 90 Jahren in London. Seit ein paar Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ausgewählte Werke Martha Gellhorns neu oder erstmals auf Deutsch vorzulegen. Martha Gellhorn: Paare – Ein Reigen in vier Novellen (2007) und Muntere Geschichten für müde Menschen (2008). Zu ihrem hundertsten Geburtstag am 8. November 2008 erschien der dritte Novellenband Das Wetter in Afrika und 2009 ihre Ausgewählten Briefe mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Alle vier Bände wurden von Miriam Mandelkow ins Deutsche übersetzt. Im Februar 2011 wurde Reisen mit mir und einem Anderen – Fünf Höllenfahrten (2011) veröffentlicht, ebenfalls mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Zuletzt erschien 2012 Das Gesicht des Krieges. Reportagen 1937–1987, übersetzt ins Deutsche von Hans-Ulrich Möhring.

    Portrait von Martha Gellhorn in Die ZEIT am 23.1.2014>

    Zeittafel Martha Gellhorn (PDF) >



    Miriam Mandelkow

    1963 in Amsterdam geboren, lebt als Übersetzerin in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung im Dörlemann Verlag u.a. die Werke von Martha Gellhorn, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens und Tobys Zimmer von Pat Barker.



  • Bücher
    Bücher von Martha Gellhorn

    Pic
    Martha Gellhorn
    Ausgewählte Briefe
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    Martha Gellhorn
    Das Gesicht des Krieges
    Pic
    Martha Gellhorn
    Das Wetter in Afrika

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Muntere Geschichten für müde Menschen«

    »Keine Angst zu haben dürfte das Lebensmotto der Kriegsreporterin Martha Gellhorn gewesen sein, die sich in diesen drei 1965 entstandenen Geschichten dem Kampf der Geschlechter zugewandt hat. Wie schnell sich die Fronten verschieben oder Geschosse nach hinten losgehen können, zeigt die Autorin mit klarem Verstand und scharfer, aber nie bitterer Ironie. Und das Tröstliche ist: Jedes verlorene Gefecht bietet die Chance auf einen Neuanfang.«
    Astrid Graf-Wintersberger, Welt der Frau

    »Es geht um die Liebe, manchmal versteht Martha Gellhorn auch Selbstliebe darunter, es geht um das, was Frauen und Männer miteinander verbindet und oft genug trennt, es gibt kaum eine Autorin, die ein derart scharfes Skalpell ansetzt beim Sezieren ihrer Paare. Wunderbar übersetzt von Miriam Mandelkow.«
    Jens Büchsenmann, NDR

    »Schärfe und Ironie, Spott und Bitterkeit, ja grelle Karikaturen und ätzenden Hohn enthalten die drei ›munteren Geschichten‹. Die psychischen Schwächen sind auf alle Charaktere verteilt ... Und die anthropologische Erkenntnis, dass Leben nicht nur darin besteht zu leben, sondern auch zu leiden. Jenseits jeder Konventionen. Manchmal auch wegen der Konventionen.«
    Alexander Kluy, Der Standard

    »Trotz der Sezierlust der Autorin verkommen ihre Helden nie zu bloßen Karrikaturen. Wohl deshalb, weil Martha Gellhorn wie alle guten Humoristen viel eigenes verarbeitete, vor allem auch mit sich selber abrechnete und über sich lachen konnte.«
    Julian Schütt, Basler Zeitung

    »Die drei Novellen, die der Schweizer Dörlemann Verlag in einer fast bibliophilen Ausstattung und hervorragend übersetzt von Miriam Mandelkow herausgebracht hat, lassen hoffen, dass wir bald mehr von Martha Gellhorn werden lesen können, die so elegant wie sarkastisch zu schreiben verstand. Angelsächsisches Understatement mit einer gehörigen Portion von Snobismus und nicht selten bissigem Humor zeichnen sie aus, aber auch die in ihrem journalistischen Beruf trainierte genaue Beobachtungsgabe. So ausgerüstet, hat sie selbst die Wechselfälle des Schicksals ertragen. Und so ähnlich reagieren auch die Helden in ihren Novellen auf das Auf und Ab des Lebens.«
    Maria Frisé, Frankfurter Allgemeine Zeitung

    »Es geht um Paare, um Liebe, Ehe, Zermürbung, Verrat. Martha Gellhorn richtet ihren unerschrockenen Blick auf Kriegsschauplätze der anderen Art. Und tut das so elegant, gescheit und fedrig leicht, dass all die Scheußlichkeiten, die geschehen zwischen Männern und Frauen, zur vergnüglichen Lektüre werden.«
    Gabriele von Arnim, Die Welt

    »Erzählungen als Frischekick ... Martha Gellhorn gehört zu den lohnendsten literarischen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Sie schreibt im wahrsten Sinne des Wortes Muntere Geschichten für müde Menschen: feine, in sich geschlossene Wunderwerke, die uns - vor allem, wenn wir Erholung nötig haben - vortrefflich mit der Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens unterhalten.«
    Brigitte

    »Martha Gellhorn hat einen glasklaren Blick für menschliche Schwächen ... Die silbrige Kühle ihrer Sprache ist verführerisch ... Wunderbar sprachempfindlich übersetzt von Miriam Mandelkow. Man legt das Buch nach 256 Seiten nur zögernd aus der Hand.«
    Gabriele von Arnim, NDR 1 Niedersachsen

    »An Sarkasmen gegen die feine Gesellschaft lässt es Martha Gellhorn nicht fehlen, das verleiht diesen Geschichten ihre Munterkeit. Was allerdings für diese Prosa am meisten einnimmt, das ist die feine, nie auftrumpfende Ironie. Mag sein, dass diese Ehen und Lebensentwürfe auf Lügen gegründet sind. Wie man mit diesen Lügen lebt, wie sie vielleicht sogar menschenfreundlicher sind als die brutale Wahrheit, und wie die Geschichten dabei ganz unerwartete Wendungen nehmen, das ist in diesen Stücken glänzend inszeniert. Auch wegen der sprachlichen Brillanz eine munter machende Lektüre.«
    Holger Schlodder, Darmstädter Echo

    »Mit der sarkastischen Gelassenheit eines Spinnenforschers erzählt Martha Gellhorn diese Geschichten. Konzentriert verfolgt sie, wie die armen Wesen sich im Netz ihrer gespannten Erwartungen verstricken, strangulieren und aussaugen. Schulterzuckend, fast amüsiert, mit immer wieder hervorbrechendem Witz schildert sie die fahrigen Bewegungen, mit denen Männer und Frauen ihr Recht auf das Glück erstreiten oder erschleichen, um am Ende, entmutigt von der unbeherrschbaren eigenen Natur, mit leeren Händen dazustehen.«
    Uwe Kossack, Die Rheinpfalz

    »Gellhorn erweist sich dabei als psychologisch versierte, stilistisch brillante Analytikerin zwischenmenschlicher Beziehungen.«
    Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten

    »Schärfe, Ironie, Spott und Bitterkeit, Karikaturen und Hohn enthalten diese sprachlich schlanken Erzählungen. Martha Gellhorn ist an keiner Stelle bereit, einem moralischen Rigorismus zugunsten literarischer Sentimentalität abzuschwören.«
    Rheinischer Merkur

    »Das Buch ist ein ausgesprochenes Vergnügen. Martha Gellhorn vermag mit zwei, drei Sätzen ein Setting hinzuwerfen und mit drei, vier Sätzen eine kühl ziselierte Psychologie – und dann kommen die Dinge doch anders, als es diese Schicksalsvorlage vorsieht...«
    Katrin Kruse, NZZ am Sonntag

    »Martha Gellhorn pflegt einen Sarkasmus, der ihre Texte heute unglaublich interessant und witzig macht. Zunächst handeln ihre Geschichten vom Ver- und Entlieben, Eheschließen und -scheiden. Dahinter steht aber auch das ganze große Welttheater der 20er, 30er und 40er Jahre.«
    David Eisermann, WDR5

    »Martha Gellhorn war eine berühmte Kriegsreporterin, eine engagierte Journalistin, eine Schönheit... und zweifellos eine originäre Schriftstellerin. Davon zeugen auch die drei Novellen, die jetzt zum ersten Mal in deutscher Übersetzung erschienen sind... Gellhorn erzählt virtuos und kenntnisreich, variiert wie schon in dem Novellenband Paare Liebes- und Paarkonstellationen.«
    Manuela Reichart, Literaturen

    »Lebensklug und im Plauderton, dabei aber im höchsten Masse unterhaltsam, schildert Gellhorn in drei Geschichten den Alltag ihrer Helden. Wer den britischen Stil mag, wird dieses Bändchen lieben und verschlingen.«
    Dorothea Baumm, Lübecker Nachrichten

    »In den drei Novellen läßt sich's herrlich aushalten zwischen stilvollen Empfängen, Bridge und heimlichen Liebschaften. Weil Martha Gellhorn einen erstklassigen Sarkasmus pflegt. Weil ihre Ironie darum weiß, daß sie jene Paare, die sie belächelt, zugleich beneidet. Kurz ist die Liebe und lang ist der Krieg.«
    Christine Richard, Basler Zeitung

    »Die erste der drei Erzählungen ist schlangengleich in ihren nie ganz vorhersehbaren Windungen, in denen sich die titelgebende ›vielversprechende Karriere‹ des Schulleiters Claud Rowlands tödlich verfängt... Der Rahmen des Dramas ist enger gesteckt als in den beiden anderen Erzählungen; gerade deshalb nötigt er einen, nahe an die Figuren heranzugehen, und sie mit den Augen ihrer Schöpferin zu sehen: unbarmherzig und liebevoll.«
    Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

    »Ihre Figurenzeichnung ist makellos, die Handlung schreitet rasant und schnörkellos dahin. Sarkastisch und freizügig seziert Gellhorn menschliche Eigenschaften und Dünkel, läßt aber auch nie die Welt drumherum außer Acht. Man wünscht sich bei dieser umwerfenden Lektüre, daß Martha Gellhorn heute das Drehbuch für die eine oder andere Fernsehserie schriebe.«
    Wolfgang Bortlik, 20 Minuten

    »Wie verläuft das Leben, welche Irrtümer und Lügen sind Bausteine einer Existenz: Davon erzählen Martha Gellhorns Novellen ebenso heiter wie lebensklug. In der dritten Geschichte steht eine Frau in mittleren Jahren im Mittelpunkt, die sich – was den männlichen Protagonisten nicht gelingt – tatsächlich neu erfindet. Und das ist nicht nur eine muntere Geschichte, sondern eine höchst überraschende, die jede Müdigkeit vertreibt.«
    Manuela Reichart, Deutschlandradio Kultur

    »In diesen drei bezaubernden Novellen aus dem Jahr 1965 zeigt die berühmte Kriegsreporterin Martha Gellhorn ihre gefühlvolle, romantische Seite.«
    Petra Pfaller, Bunte

    »Martha Gellhorns psychologisch präzise Geschichten erscheinen in einer mustergültigen Ausgabe. Muntere Geschichten für müde Menschen enthält drei Novellen, in denen man sich über die knappe Sprache und den bösen Blick der Autorin freuen kann.«
    Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

    »Gellhorns Muntere Geschichten stecken voller Witz, Lebensweisheit und einer wohl dosierten Portion Sarkasmus. Mittels einer schnörkellosen, direkten Sprache und sympathischen, scheinbar aus dem realen Leben gegriffenen Figuren üben die drei Geschichten schonungslose Gesellschaftskritik und unterhalten den Leser ungemein.«
    Barbara Tumfart, bn.bibliotheksnachrichten

    »Geradezu genial gelingt es Martha Gellhorn, mit wenigen Federstrichen Charaktere und Situationen auf den Punkt zu bringen. Amüsant und unterhaltsam, mit spitzer Feder, aber nie bösartig, werden Eigenheiten und Unzulänglichkeiten ihrer Protagonisten aufgespießt, in Stil und Wortwahl ausgewählt und für Leser mit Freude an geschliffener Prosa und Hintersinn sehr empfohlen.«
    Elisabeth Bachthaler, Buchprofile

    »Die bereits 1965 erschienenen, brillant geschriebenen und sehr gut übersetzten Munteren Geschichten haben nichts von ihrer Frische verloren.«
    Marianne Tschäppät, SBD.bibliotheksservice

    »Martha Gellhorn hält der gesellschaftlichen Fassade der Verlogenheit den Spiegel vor, sie nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern wetzt die Klingen.«
    Elisabeth Mair-Gummermann, Ekz-Informationsdienst

    »Die Novellen beschreiben mit Verve, Ironie und Witz die Rankünen der oberen Gesellschaftsklasse. Das ist so unterhaltsam wie exquistit geschildert, eine Handlung, die wie Blasen eines perlenden Champagners an der Oberfläche ihrem Höhepunkt zustrebt.«
    Ingrid Isermann, FBZ