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  • Das Wetter in Afrika

Martha Gellhorn
Das Wetter in Afrika

  • Novellen
    Aus dem Amerikanischen von
    Miriam Mandelkow
    Neuübersetzung
    Originaltitel:
    The Weather in Africa
    Nachwort von Hans Jürgen Balmes
    288 Seiten. Duo-Leinen mit Leseband

    € [D] 22.00 / € [A] 22.60 / SFr. 26.50 (UVP)

    ISBN 9783908777465

    Als eBook erhältlich!
    ISBN eBook 9783908778097
    € 9.99

  • Zum 100. Geburtstag am 8. November 2008


  • Inhalt
    Inhalt

    Nach dem Tode seiner Frau Sue beschließt Luke, sich
    zu Tode zu trinken. Zuvor verkauft er seine Farm an den menschenscheuen Ian, der hier sein Glück findet. Bis er Grace begegnet. Grace liebt weder Ian noch das Land, sondern nur sich und das Geld – und sie haßt die Watu.

    Martha Gellhorn, die zeitlebens eine große Liebe für Afrika empfand, fängt die Atmosphäre auf den Plantagen, die Stimmen der Europäer und der Watu, aber auch die dunklen Spuren der Kolonialherrschaft in ihren drei Novellen ein. Sie setzt nicht nur Afrikas Bewohnern ein literarisches Denkmal, sondern auch der geheimnisvollen Schönheit der Natur, die »älter als die Zeit« zu sein scheint.

  • Biogramm
    Martha Gellhorn

    wurde am 8. November 1908 in St. Louis geboren. Sie studierte in Bryn Mawr, ging 1930 nach Paris. 1937 folgte sie Ernest Hemingway in den Spanischen Bürgerkrieg. Bis zum Ende des Kalten Krieges war sie bei jedem wichtigen internationalen Konflikt an vorderster Front dabei, um als Kriegsreporterin darüber zu berichten. Martha Gellhorn starb auf eigenen Wunsch am 15. Februar 1998 im Alter von 90 Jahren in London. Seit ein paar Jahren haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Ausgewählte Werke Martha Gellhorns neu oder erstmals auf Deutsch vorzulegen. Martha Gellhorn: Paare – Ein Reigen in vier Novellen (2007) und Muntere Geschichten für müde Menschen (2008). Zu ihrem hundertsten Geburtstag am 8. November 2008 erschien der dritte Novellenband Das Wetter in Afrika und 2009 ihre Ausgewählten Briefe mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Alle vier Bände wurden von Miriam Mandelkow ins Deutsche übersetzt. Im Februar 2011 wurde Reisen mit mir und einem Anderen – Fünf Höllenfahrten (2011) veröffentlicht, ebenfalls mit einem Nachwort von Sigrid Löffler. Zuletzt erschien 2012 Das Gesicht des Krieges. Reportagen 1937–1987, übersetzt ins Deutsche von Hans-Ulrich Möhring.

    Portrait von Martha Gellhorn in Die ZEIT am 23.1.2014>

    Zeittafel Martha Gellhorn (PDF) >



    Miriam Mandelkow

    1963 in Amsterdam geboren, lebt als Übersetzerin in Hamburg. Zuletzt erschienen in ihrer Übersetzung im Dörlemann Verlag u.a. die Werke von Martha Gellhorn, Patrick Hamiltons Romane Hangover Square und Sklaven der Einsamkeit, Michael Frayns Roman Gegen Ende des Morgens und Tobys Zimmer von Pat Barker.



  • Bücher
    Bücher von Martha Gellhorn

    Pic
    Martha Gellhorn
    Ausgewählte Briefe
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    Martha Gellhorn
    Das Gesicht des Krieges
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    Martha Gellhorn
    Das Wetter in Afrika

  • Pressestimmen
    Pressestimmen zu »Das Wetter in Afrika«

    »Nach Paare und Muntere Geschichten für müde Menschen ist Das Wetter in Afrika der dritte Novellen-Band, der in der vorzüglichen Neu-Übersetzung Miriam Mandelkows vorliegt. Die Ruhe der afrikanischen Landschaft und das Farbenspiel eines unendlich weiten Horizonts schweben als schützender Dunst über diesen drei Novellen Martha Gellhorns. Während sie mit kühler Bitterkeit menschliche Abgründe in Augenschein nimmt, bildet sie zugleich kleine Hoffnungsinseln aus.«
    Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

    »Gellhorn bleibt, so viel ist klar, auch in der Literatur ihrem eigentlichen Sujet, dem Krieg, treu, wenngleich es sich hier um seelische Schlachtfelder handelt. Dabei schreibt die literarische Erzählerin Martha Gellhorn kaum anders als die zupackende Journalistin. Sie treibt ihre Erzählung voran in einer knappen, burschikosen Sprache, die durchsetzt ist von feiner Ironie. Mit kühlem Blick entblößt Gellhorn menschliche Schwächen, schaut in die Abgründe der Psyche, bespöttelt die Luftschlösser der Liebe.«
    Sandra Kegel, FAZ

    »Alle drei Novellen spielen in den 1950er und 1960er Jahren in Ostafrika: Das waren die letzten Jahre eines kolonialherrlichen Lebensstils weißer Farmer und Großwildjäger im Hochland am Victoria-See und in ihren Safari-Luxushotels am Kilimandscharo oder am Indischen Ozean – eines Lebensstils, den Martha Gellhorn mit scharfem Detailblick und einem feinen Ohr für die Tonfälle und sozialen Nuancierungen der weißen Siedler untereinander plastisch darstellt. Sie kann glaubhaft schildern, wie in den Golf- und Tennis-Clubs, in den Hotel-Bars der Weißen und bei den Tee-Gesellschaften der Siedler-Frauen geredet wurde – neugierig, klatschsüchtig und hämisch.«
    Sigrid Löffler, Deutschlandradio Kultur

    »Obwohl ihre Prosa von der Kritik gelobt wurde, und sogar der notorische Vergleich mit Hemingway – zu Recht – zu ihren Gunsten ausfiel, war Martha Gellhorn selten zufrieden.«
    Gabriele Killert, Deutschlandfunk

    »Drei Novellen hat Martha Gellhorn, die 1998 verstorbene Königin des sanften Sarkasmus, in diesem Band gesammelt. Klug und kritisch beobachtet sie darin die Atmosphäre auf dem Schwarzen Kontinent zwischen Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit. Miriam Mandelkow hat diesen Band hervorragend übersetzt, wie bereits die vorangegangenen Bücher der Weltreisenden, Kriegsreporterin und Frauenrechtlerin Gellhorn.«
    Silja Ukena, Brigitte

    »Eine luzide reißfeste Prosa entsteht aus Dialogen und inneren Monologen, Kette und Schuss, in der die Figuren zappeln oder zappeln lassen. Ganz selten gelingt dem einen oder der anderen, was der Menschheit im Ganzen nicht gelingen will: aus Schaden etwas klüger, durch Niederlagen geschwächt, einen Hauch menschlicher zu werden. Wer sich von der Malice dieser Geschichten bezaubern lassen will: Drei Novellenbände sind im Dörlemann Verlag in der exquisiten Übersetzung von Miriam Mandelkow bisher erschienen.«
    Gabriele Killert, Die Zeit

    »Neben wunderschönen, facettenreichen und schillernden Landschaftsbeschreibungen ist der zentrale Konflikt zwischen Schwarzen und Weißen stets allgegenwärtiges Thema und Spannungsfeld in Martha Gellhorns Erzählungen. In kurzen, knappen, geschliffenen Sätzen, manchmal beinahe stakkatoartig, bringt sie Fremdheit, Träume, Zerwürfnisse und verlorene Illusionen auf den Punkt.«
    Heike Geilen, sandammeer

    »Es ist typisch für Gellhorn, dass sie all ihren Figuren Gerechtigkeit widerfahren lässt und jeder von ihnen ein Quäntchen Sympathie zuteilt. Selbst in ihren Schwächen bleiben sie gewinnend menschlich. Gellhorns afrikanische Novellen zeugen von kühlem, lakonischem Scharfsinn, der sich literarisch dennoch in wunderbar bewegenden Geschichten entfaltet.«
    Beat Mazenauer, Volltext

    »Die drei afrikanischen Novellen erzählen von den großen Erwartungen, mit denen frustrierte Europäer oder Amerikaner nach Afrika kommen. Das Kolonisatoren-Bewusstsein versteht die gelernte Journalistin mit Lust an der Zuspitzung zu formulieren.«
    Holger Schlodder, Darmstädter Echo

    »Schon nach Lektüre der ersten Zeilen von Martha Gellhorn wird man wie elektrisiert den Liebes- und Hassgeschichten folgen, diesen Beziehungen, die aus einer erstarrten englischen Gesellschaft fliehen wollen und aneinander scheitern. Gellhorns Sprache wirkt klar und einfach, mit sehr genauer Beobachtung.«
    Jens Büchsenmann, NDR

    »Glaubhaft schildert Martha Gellhorn die postkoloniale Zeit in Ostafrika. Aus scheinbar harmlosen Alltagssituationen können mit einem Mal messerscharfe Konfrontationen entstehen, die manchmal gar in tragische Katastrophen münden. Martha Gellhorn zeichnet mit schnörkellosem Sarkasmus ein kluges und kritisches Bild der Atmosphäre auf dem Schwarzen Kontinent zwischen Kolonialherrschaft und Unabhängigkeit.«
    Heike Geilen, Literature.de

    »Martha Gellhorn konnte nicht nur Geschichten aus dem Krieg, sondern auch kunstvoll schlichte Erzählungen über Beziehungskriege schreiben. Das macht sie zu einer der fesselndsten Autorinnen der Moderne. Ihre einfühlsame Prosa fokussiert, ganz anders als ihre Reportagen, Liebesunglück, Liebesunfähigkeit und Liebeskatastrophen. Immer wieder geht es um Enttäuschung, Sehnsucht, Trennungsschmerz, um Charaktere mit psychischen Schwächen.«
    Armgard Seegers, Hamburger Abendblatt

    »In der Novelle Im Hochland ist das Treiben im Sportclub von der gelernten Journalistin fein beobachtet und mit Lust an der Zuspitzung formuliert. Diesen schnörkellosen Sarkasmus hat Martha Gellhorn wohl unter Kriegsberichterstattern gelernt. Im übrigen konnte sie ebenso leidenschaftlich lieben wie hassen, was sich zum Vergnügen der Leser auch in ihren Geschichten spiegelt. Dem illusionslosen Blick auf menschliche Schwächen und Selbsttäuschungen gibt sie bei Gelegenheit gern ihre ganz persönliche Portion Boshaftigkeit bei.«
    Holger Schlodder, NDR

    »In maliziöser psychologischer Feinarbeit, mittels innerer Monologe, wird die schleichende Desillusionierung der Protagonisten dieses Zappeln und Zappelnlassen in der klebrigen Beziehungsfalle beschrieben. Es geht fast immer um Rivalitätskämpfe in diesen Geschichten, die jetzt im Dörlemann Verlag vorliegen, in der ausgezeichneten Übersetzung von Miriam Mandelkow. Bitterböse Geschichten, von einer lakonischen, munteren Boshaftigkeit.«
    Gabriele Killert, SWR 2

    »Martha Gellhorn war, man hat es erst posthum gewürdigt, eine Schriftstellerin von beachtlichem Talent. Scharfsinnig, ironisch, elegant: ein Vergnügen für den Leser.«
    Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

    »Es geht Martha Gellhorn im Wesentlichen um das psychologisch feinfühlige Ausloten von Menschen. Ian Paynter merkt langsam, dass das Kriegsgefangenenlanger in Deutschland die eine Hölle war, die er kennen gelernt hat, dass die Ehe mit Grace Davis ihm aber eine andere Hölle eröffnet. Er sitzt in seinem neuen, selbst geschmiedeten Gefängnis und kann nicht heraus. Der Ehekrieg zwischen den beiden ist psychologisch grandios beschrieben.«
    Knut Cordsen, Bayern 2

    »Kenia, Ruanda, Tansania – Ostafrika galt Martha Gellhorns ganze Liebe. Die Ehrfurcht vor der Schönheit dieser Länder weht durch jede Zeile ihrer Novellen, aber auch das Wissen um die Verletzungen, die der Kolonialismus den Menschen – und zwar allen, auch den Eroberern – zugefügt hat. Die Autorin verfügt über einen genauen Blick auf soziale Verhältnisse und eine große, ehrliche Liebe zu Afrika.«
    Ingrid Bertel, ORF

    »Die drei Bände mit Erzählsammlungen, die seit Anfang 2007 beim Zürcher Dörlemann-Verlag erschienen sind, weisen Martha Gellhorn als scharfsinnige und sensible, manchmal auch schneidend zynische Beobachterin von Paarkonstellationen aus.«
    Angela Schader, NZZ

    »Eine faszinierende Lektüre. Man kann nicht aufhören zu lesen.«
    Manuela Reichart, RBB Kulturradio

    »Martha Gellhorns geschliffene Prosa verbindet sich mit einer messerscharfen Beobachtungsgabe, tiefer Menschenkenntnis und einer politisch informierten Weltsicht.«
    Martin Zähringer, Rheinischer Merkur

    »Martha Gellhorn ist es unbedingt wert, wieder entdeckt zu werden, vor allem in der meisterlichen Neuübersetzung von Miriam Mandelkow. Selten hat man die Freude, stilistisch so schnörkellos schöne, erschütternde Geschichten zu lesen wie die von Martha Gellhorn. Das Afrika, das sie uns hier präsentiert, ist nicht das Touristen-Afrika. Küste und Hochland des schwarzen Kontinents, die imposante Naturkulisse Kenias, sie bildet hier nur den Hintergrund für drei grandiose Novellen, drei Reisen in unser aller ›Herz der Finsternis‹.«
    Knut Cordsen, B5 aktuell

    »Glasklar und leidenschaftlich, berührend und witzig, trocken und immer betörend schlicht. Die Grenzen zwischen fiktiven und nicht-fiktiven Texten sind bei Martha Gellhorn fließend, die Belletristik wirkt journalistisch, der Journalismus romanhaft. Das war ihre Stärke. Als ›eine der eloquentesten Zeuginnen des 20. Jahrhunderts‹ hat der Kritiker Bill Buford sie bezeichnet.«
    Susanne Kippenberger, Tagesspiegel

    »Meine Lieblingsbücher sind zwei Bücher, aus denen man stärker herauskommt als man hineingeht. ... Martha Gellhorn - eine der ersten Kriegsreporterinnen, dritte Frau von Hemingway - in drei Novellen über Afrika. Sehr lesenswert!«
    Luzia Braun, heute, 15. Oktober 2008

    »In den Novellen des Bandes Das Wetter in Afrika setzt Martha Gellhorn der Schönheit des Kontinents ein Denkmal, ohne die dunklen Spuren der Kolonialherrschaft zu verleugnen.«
    Vogue

    »Diese drei ›afrikanischen‹ Novellen ermöglichen einen faszinierenden Einblick in die Biografie einer ungewöhnlichen Frau, deren abenteuerliches Leben sich in leidenschaftlichem Schreiben niederschlug. In einem Werk aus jenen Grenzgebieten zwischen Fiktion und Journalismus , zwischen Privatleben und Zeitgenossenschaft, zwischen Krieg und Katastrophen in der Welt wie in der Liebe, die diese mutige Pionierin eines ›New Journalism‹ über ein halbes Jahrhundert lang fruchtbar verband.«
    Pia Horlacher, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

    »Paare hiess, schlicht und knapp, der Erzählband, mit dem der Dörlemann-Verlag seine Hommage an Martha Gellhorn eröffnete. Mit Das Wetter in Afrika – im Original 1978 unter dem Titel The Weather in Africa erschienen – liegt nun ein weiteres Buch der amerikanischen Journalistin und Schriftstellerin vor, deren hundertster Geburtstag am 8. November zu feiern wäre.
    Paare – das ist auch das Leitmotiv in den mittlerweile drei Erzählsammlungen, die Miriam Mandelkow im Rahmen dieses editorischen Projekts elegant und feinhörig übertragen hat. Doch obwohl im jüngsten Buch die Beziehung zwischen Mann und Frau wiederum eine tragende Rolle spielt, sind die Texte hier noch durch eine weitere Paarkonstellation verbunden. Zwei Kinder – eins dunkel, eins hell – sind die Pole, zwischen denen die Schriftstellerin in jeder der drei kurzen Novellen ein anderes Spannungsfeld aussteckt.«
    Angela Schader, Neue Zürcher Zeitung

    »Elegant geschriebene Tragikkomödien über Gier und Eifersucht sowie über Liebe und Schönheit«
    Wolfgang Bortlik, 20 Minuten

    »Ausgesprochen gut und nüchtern erzählt.«
    Koni Loepfe, P.S.

    »Thema der Autorin ist immer der Kampf – hier inmitten politischer Umbrüche in Tansania und Kenia kurz vor deren Unabhängigkeit. Sie beschreibt in ihrer knappen, rustikalen, durchaus ironischen Sprache die ›seelischen Schlachtfelder‹. Dabei stellt sie menschliche Schwächen bloß, blickt in psychische Abgründe, spottet über die Luftschlösser der Liebe.«
    Thüringische Landeszeitung, Hans Hoffmeister