Bunin – Fortsetzung folgt


JA zum Buch!



Bunin_Das_Dorf_US0-No-Image»Die vielleicht schönste und lohnendste Wiederentdeckung  der letzten Jahre.«

Karla Hielscher, Deutschlandfunk

 

»Im Schatten von Tolstoi und Dostojewskij ist er lange übersehen worden: Nun laden zwei großartige Prosatexte in deutscher Neuübersetzung dazu ein, den russischen Nobelpreisträger Iwan Bunin wiederzuentdecken. …

Gern wird er als der russische Flaubert bezeichnet, seine dichten atmosphärischen Bilder lassen beim Lesen impressionistische Gemälde vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Man darf auf mehr hoffen, auf die späten Erzählungen und den Erinnerungsroman, auf Briefe und Memoiren. Zu entdecken gibt es noch viel.«

Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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»Mit den Grosserzählungen Das Dorf (1910) und Suchodol (1912) legt der Dörlemann Verlag im fünften Band der Werkausgabe zwei Erzählwerke vor, die für Bunins Kernthema stehen: das vorrevolutionäre Leben in der russischen Provinz. Als Prosaist, Lyriker und Übersetzer war Bunin zugleich ein gesellschaftlich wacher Zeitgenosse. Mit dem Niedergang des Dorfes sah er Russlands historisches Fundament wegbrechen und das Land auf apokalyptische Zeiten zutreiben. Die Revolution von 1905 und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebte er als Menetekel des bevorstehenden Untergangs. Dass eine Epoche an ihr ungutes Ende kommt, davon legen beide Stücke beeindruckendes Zeugnis ab.«

Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung

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»In ihrem Abschied von der ländlichen Welt erscheinen die beiden Erzählungen Das Dorf. Suchodol wie ein Probelauf der Erinnerung – mit literarischer Meisterschaft absolviert. Bunins berühmte Gabe, die Betrachtung der Natur zu dichten Atmosphären zu kondensieren, ist hier bereits strahlend entfaltet. Dorothea Trottenberg hat sie in ihrer deutschen Übersetzung wunderbar zur Geltung gebracht.«

Brigitte van Kann, WDR 3 Passagen

 

»In der stetig anwachsenden dunkelblauen und schön handlichen Bunin-Ausgabe im Dörlemann Verlag ist jetzt Das Dorf sinnigerweise zusammen mit Suchodol erschienen. Vor genau hundert Jahren geschrieben, schildert es auf mehr Platz, aber inhaltlich konzentrierter das Schicksal einer Familie wie der Bunins. Ein trübes, schlichtes Schicksal, ohne Larmoyanz präsentiert, aber mit dem Respekt, der Verlorenen gebührt.«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

 

»Bunin schildert den Zeitgenossen eine hochgradig verunsicherte Gegenwart. Beim heutigen Leser des neuesten Bandes der schönen Bunin-Werkausgabe, von Dorothea Trottenberg wieder in ein oft leuchtendes Deutsch übersetzt, überwiegt dagegen der Eindruck melancholischer Passivität … Der spätere Literaturnobelpreisträger verzichtet auf Handlung und Spannung, Dynamik und Psychologie. Stattdessen montiert er … Szenen aneinander, die sich zu kleinen Erzählungen weiten können.«

Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

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»Wunderschöne Neuausgabe von zwei längeren Erzählungen (erstmals erschienen 1910 bzw. 1912) des ersten russischen Literaturnobelpreisträgers. … Wie schon Am Ursprung der Tage ebenso hervorragend übersetzt von Dorothea Trottenberg und mit einem – von größter Sachkenntnis zeugenden – Nachwort versehen von Thomas Grob.«

Dagmar Härter, ekz.bibliotheksservice

 

»Eindrucksvoll charakterisiert Bunin in diesen Erzählungen, die ihm seinerzeit die Anerkennung als Epiker eingebracht hatten, dörfliche Figuren und Schauplätze. Die Meisterschaft im Gebrauch einer kraftvollen Sprache findet sich bei Bunin auch in der intensiven Geruchswelt: ›Der erregende Duft der Straße – nach Staub und Teer –… Der Duft von Lebkuchen mit Pfefferminzgeschmack und der betäubende Gestank der Katzenfelle, der schmutzigen Schafwolle, der mit Fischtran eingeriebenen Stiefel…‹. Bunin versteht es, eine atmösphärische Dichte zu erzeugen.«

Volker Strebel, Die Berliner Literaturkritik

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»In der Erzählung Das Dorf stoßen die krassesten Gegensätze von Aufsteigern und Verlierern des russischen Dorfes aufeinander, Opfer der zahlreichen gescheiterten Versuche der Landverteilung durch die zaristische Regierung Anfang des 20. Jahrhunderts.«

Ursula Daus, Kosmopolis

 

»In Das Dorf erzählt Bunin die Geschichte der ungleichen Brüder Krassow und zeichnet ein eindrückliches Bild des düsteren Provinzlebens im vorrevolutionären Russland.«

Wolfgang Bortlik, Club-Ticket

 

»Bunin verarbeitet in Suchodol literarisch die Familiengeschichte seiner eigenen Vorfahren. Es ist die von Liebe, Hass, Gewalt und Tod geprägte Chronik des einst blühenden Adelsgeschlechts von Suchodol, dessen Mitglieder im Laufe eines halben Jahrhunderts verarmt, degeneriert, zu Säufern geworden sind oder den Verstand verloren haben. Jedoch verbindet Bunin die schonungslose Beschreibung des Verfalls auf ganz eigenartige Weise mit dem unzerstörbaren Zauber der Erinnerung an das Leben in den verwunschenen alten Adelsnestern. … Wer einmal angefangen hat, Bunin zu lesen, der wird süchtig und wartet mit Ungeduld auf den nächsten Band.«

Karla Hielscher, Deutschlandfunk

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Foto: Iwan Bunin 1907,
The Estate of Iwan Bunin, Leeds

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